Ansichtsmodus

Anwender-Ansicht

Redundanz für Telefonie beim CompanyFlex (SIP-Trunk)

Zur Unterstützung von Vertrieb, Kundenservice und Technischem Service stellen wir diese Anschalteszenarien zur Verfügung. Sie geben nur einen groben Überblick und ersetzen nicht die Prozessbeschreibungen.

Szenario

Die redundante Abstützung der Telefonie auf einen zweiten Anschluss kann ebenfalls realisiert werden. Sofern also der erste CompanyFlex Complete Anschluss ausfällt, schaltet die CompanyFlex-Plattform auf den zweiten Anschluss um. In diesem Fall, wird das Paket SIP-Trunk Callrouting benötigt. 

Hinweis - erneuter Gesprächsaufbau beim Ausfall des ersten Anschlusses 

Beim Ausfall des ersten Anschlusses werden die auf diesem Anschluss geführten Gespräche ebenfalls unterbrochen. Die nach dem Ausfall neu aufgebauten kommenden / gehenden Gespräche werden dann über den zweiten Anschluss aufgebaut. Sobald der erste Anschluss wieder verfügbar ist, werden die weiteren Gespräche wieder darüber abgewickelt.

Lösungsvorschlag
  • Sie benötigen daher an dieser Lokation einen weiteren Anschluss.
  • Der SIP-Trunk wird im CompanyFlex-Administrationsportal und in Ihrer Hardware dann so konfiguriert, dass er beide Anschlüsse zur Abwicklung seiner ankommenden / abgehenden Gespräche nutzen kann. Hierfür benötigen Sie das kostenpflichtige Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting.
  • Ihre Endgeräte (Router mit SBC oder IP-Telefonanlage) müssen dies ebenfalls unterstützen und entsprechend konfiguriert werden.

Vereinfachte Darstellung des Beispiels zur Veranschaulichung des Callroutings:

Der CompanyFlex (SIP-Trunk) muss auf der Plattform angelegt werden und das Callrouting für die eingehenden Anrufe muss konfiguriert werden.

Mit dem Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting können Sie festlegen, in welcher Form ankommende Anrufe auf die zugeordneten Trunks im Routingszenario verteilt werden. Um SIP-Trunk Callrouting konfigurieren zu können, muss das Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting gebucht sein und es müssen mindestens zwei Trunks erstellt sein.

Abstützung auf einen Fremdanschluss / Fremdaccess:

Mit dem zuvor beschriebenen Szenario können Sie den CompanyFlex (SIP-Trunk) auch auf einem Anschluss eines anderen Anbieters (Fremdanschluss / Fremdaccess) abstützen. In diesem Falle müssen die Signalisierungs- und Gesprächsdaten verschlüsselt werden. Die von Ihnen eingesetzten Endgeräte müssen die Verschlüsselung unterstützen.

Hinweis - einen weiteren Anschluss ersetzt keinen BPA

Diese Redundanz für Telefonie ist nicht vergleichbar mit der knoten- und kantendisjunkten Führung per Business Premium Access (BPA) und sollte nur auf expliziten Wunsch genutzt werden. Mit dem BPA kann auf Wunsch eine unterbrechungsfreie Umschaltung auf einen zweiten BPA realisiert werden. Dazu ist ein gesonderter BPA-Vertrag erforderlich. Unser Vertrieb berät Sie dazu gerne.

Schritt 1: Administrationsportal: Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting
Buchen und konfigurieren

  • Rufen Sie das Business Service Portal auf und wählen Sie den CompanyFlex-Vertrag aus, für den Sie das Callrouting einrichten möchten. Sie gelangen in das Administrationsportal.
  • Falls noch nicht erfolgt, legen Sie einen CompanyFlex (SIP-Trunk) an und weisen Sie dem SIP-Trunk die gewünschten Rufnummern zu. Ausführliche Informationen finden Sie hierzu in der Direkthilfe SIP-Trunk anlegen.
  • Buchen Sie das kostenpflichtige Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting an diesem SIP-Trunk. Wählen Sie dazu im Administrationsportal SIP-Trunk → Zusatz-Pakete verwalten.

  • Hier buchen Sie das kostenpflichtige Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting durch Klick auf den Button Buchen. Achten Sie bitte darauf, dass der gewünschte SIP-Trunk oben richtig ausgewählt ist und bestätigen Sie die Buchung im Warenkorb.

  • Anschließend konfigurieren Sie das Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting. Gehen Sie dazu im Administrationsportal in den Bereich SIP-Trunk → Zusatz-Pakete verwalten und klicken hier auf Bearbeiten. Diese Schaltfläche ist aktiviert, sobald das Zusatz-Paket SIP-Trunk Callrouting gebucht wurde.
  • Callrouting kann in zwei Verfahren konfiguriert werden, die unterschiedliche Algorithmen zur Lastverteilung nutzen. Beim Geordneten Routing stehen die Algorithmen Überlauf, Geordnete Lastverteilung, Höchste Verfügbarkeit und Niedrigste Verfügbarkeit zur Verfügung und beim Gewichteten Routing kann die Priorität und Gewichtung der einzelnen Trunks definiert werden. Die beiden Routingverfahren Gewichtetes und Geordnetes Routing können nicht gleichzeitig aktiviert werden.
  • In diesem Beispiel wird das Geordnete Routing eingerichtet: Wählen Sie daher den Callrouting-Typ Geordnetes Routing durch Klick auf Konfiguration aus.

  • Der Standard-Trunk entspricht dem zuvor angelegten SIP-Trunk und bleibt inklusive der Telefonie-Anmeldedaten unverändert bestehen. Legen Sie nun einen zusätzlichen (untergeordneten) Trunk an. Klicken Sie dazu im Bereich Geordnetes Callrouting auf Neuen Trunk erstellen. Detailinformationen finden Sie in der Direkthilfe Trunk erstellen.

  • Sobald dieser neue Trunk angelegt wurde, wird er in der Trunk-Übersicht sichtbar, in diesem Beispiel heißt dieser Trunk zum Callrouting. Laden Sie dafür ggfs. die Seite durch Drücken der Funktionstaste F5 neu.

  • Für diesen zusätzlichen SIP-Trunk werden neue Telefonie-Anmeldedaten generiert, die für die Registrierung an der Telefonanlage benötigt werden. Sie können die Telefonie-Anmeldedaten abrufen und drucken, indem Sie rechts neben der Trunk-Übersicht auf das Drucken-Symbol klicken. Die Telefonie-Anmeldedaten für beide Trunks werden generiert und können ausgedruckt werden. Diese Daten benötigen Sie später zur Konfiguration der Endgeräte (s. unten). Alternativ können Sie die Telefonie-Anmeldedaten auch durch Klick auf den jeweiligen Trunk einsehen.

  • In diesem Beispiel wird das Geordnete Routing mit Überlauf eingerichtet:
    Wechseln Sie nun wieder in den Bereich Callrouting: Konfiguration und wählen Geordnetes Routing aus. Wählen Sie den Algorithmus Überlauf. Weitere Informationen zur Konfiguration finden Sie unter Geordnetes Routing.

  • Die ankommenden Anrufe werden damit im Überlauffall auf den zusätzlichen Trunk geroutet. 
  • Setzen Sie bei beiden Trunks zusätzlich die Verkehrssteuerung → Max. Anzahl beispielsweise auf den Wert 10. Damit wird die maximale Anzahl an Gesprächen festgelegt, die der dem Trunk zugeordnete Anschluss bewältigen kann. Die Verkehrssteuerung finden Sie, wenn Sie im Bereich SIP-Trunk: Übersicht den gewünschten SIP-Trunk auswählen und auf Bearbeiten klicken. Dort können die Maximalwerte für die Verkehrssteuerung eingegeben werden. Ein in der Plattform hinterlegter Zähler ermittelt die Anzahl der aktiven Gespräche (eingehend / ausgehend) und steuert entsprechend das Callrouting.

Eine Übersicht der maximal möglichen Parallelen Gespräche finden Sie in unserem Exkurs weiter unten oder im Bereich Trunk erstellen → Verkehrssteuerung.


Sie haben das Routing der eingehenden Gespräche konfiguriert:

  • In diesem Beispiel haben Sie das Geordnete Routing mit Überlauf konfiguriert: Alle eingehenden Gespräche werden in erster Priorität auf den Standard-Trunk geroutet.
  • Wenn der Zähler der Verkehrssteuerung zum Beispiel beim Standard-Trunk den Maximalwert erreicht (in diesem Beispiel 10), erfolgt ein Überlauf an den zusätzlichen Trunk.
  • Sollte einer der beiden Trunks ausfallen, erfolgt das Callrouting auf den noch verbleibenden Trunk.
Schritt 2: Endgeräte konfigurieren
Lokation / Endgerät

  • Aufgrund der Vielzahl der Endgeräte sind die Informationen zur Einrichtung der Endgeräte an der Kundenlokation bewusst sehr allgemein gehalten. Nutzen Sie bitte zusätzlich die Endgeräteinformationen Ihres jeweiligen Endgeräts.
  • An den Endgeräten Ihrer Lokation richten Sie den Standard-Trunk und den Trunk zum Callrouting mit den im Portal einsehbaren Telefonie-Anmeldedaten ein. Beide Trunks registrieren sich unabhängig voneinander an der CompanyFlex-Plattform.
  • Das Callrouting muss insbesondere für die ausgehenden Gespräche analog zu dem in Schritt 1 beschriebenen Vorgehen für die eingehenden Anrufe konfiguriert werden.
    • Die auf beiden Trunks eingehende Gespräche werden auf die Nebenstellen der Telefonanlage geroutet.
    • Ausgehende Gespräche sind so zu konfigurieren, dass der Verkehr in Priorität 1 auf den Standard Trunk und Priorität 2  den zusätzlichen Trunk gelenkt wird.
      • Die Auslastung der Trunks und der maximalen Anzahl an Parallelen Gespräche je Anschluss, ist ebenfalls bei der Konfiguration zu berücksichtigen.

Beispiel:

* Kundengeräte (Exemplarische Darstellung)

Hinweis zu den Einrichtungsinformationen für Endgeräte

Für die für CompanyFlex empfohlenen Endgeräte sind im Bereich Endgeräte Einrichtungsinformationen zusammengestellt.

Schritt 3: Rufweiterleitung Offline konfigurieren

Für die zugeordneten Rufnummern des angelegten SIP-Trunks kann im Administrationsportal in den Leistungsmerkmalen eine Rufweiterleitung Offline aktiviert werden. Die Rufweiterleitung Offline greift in diesem Szenario, wenn der Standard-Trunk und der Trunk zum Callrouting nicht registriert sind. In diesem Falle werden alle Anrufe auf die zuvor festgelegte Rufnummer weitergeleitet.

Zurück Weiter